Dusty’s

Die Sendung nach der Maus

Nach dem “28 Punkte-Plan” ging es jetzt daran erstmal Grub wieder aus dem Bootsektor zu fegen. Und es hat wirklich einige Zeit gedauert ein “vertrauenswürdiges” Tool zu finden das den Job auch zuverlässig erledigt ohne dabei kompliziert zu sein.

Sehr empfehlen kann ich dafür das kleine Kommandozeilen Tool MbrFix. Ja, die meisten bekommen bei dem Wort “Kommandozeile” starke Schmerzen in der Leistengegend oder ähnliches. Im wesentlichen reicht folgender Befehl um Grub ins Nirvana zu befördern:

C:\>MBRFIX /drive 0 fixmbr /vista

Wichtig: “0″ steht für die Festplatten ID. Da der Bootsektor in der Regel wohl auf der ersten Platte im System liegt ist “0″ meist die richtige Wahl. Wofür der Schalter “/vista” da ist braucht man wohl nicht wirklich zu erklären. Sollte man das Tool auf XP benutzen lässt man diesen Schalter einfach weg.

Auch Wichtig: Unter Vista muss man die Kommandozeile (cmd.exe) als Administrator starten, da MbrFix sonst nicht auf den Bootsektor zugreifen kann!

Jetzt wird’s richtig Zeitintensiv!

Ich muss ja auch noch die verloren gegangenen 20GB Festplattenplatz zurückbekommen. Das Tool das mich irgendwie sofort überzeugt hat, ist gparted. Man lädt sich die kleine ISO Datei runter (ca. 51MB) und brennt sie auf CD. Bei mir hat die neueste Version allerdings gestreikt. Sie wollte sich absolut nicht brennen lassen. Also habe ich die nächst-ältere Version genommen und damit hat’s auf Anhieb funktioniert.

Also brennen, CD im Laufwerk lassen, neustarten und von CD booten. Als Unterbau für gparted dient ein kleines Mini-Linux, also quasi eine LiveCD. Es gibt auch ein Image (ISO) das man auf einen USB-Stick kopiert und dann davon bootet, das geht natürlich nur wenn der PC dies unterstützt und - ach ja - wenn man einen USB-Stick zur Hand hat.

Ein wenig muss man sich allerdings mit Linux auskennen, denn Linux kennt kein “Laufwerk C:”, etc. Wenn man also die Bezeichnungen nicht kennt sollte man vorher etwas googeln und sich etwas in das Thema einlesen. Zum Beispiel hier. Ist garnicht so schwierig wie es klingt. :)

Allerdings sollte man sich je nach Umfang der Änderungen einiges an Zeit mitbringen. Bei mir hat es satte 2 Stunden gedauert bis die Partitionen neu geschrieben waren. Wenn die Partitionen gut gefüllt sind kann’s auch locker doppelt oder dreimal so lange dauern.

Erhobener Zeigefinger: Partitionierungstools, egal wie vertrauenswürdig, können mit “einem Klick” sämtliche Daten unwiederbringlich ins Jenseits befördern! Also bevor man die Änderungen die man machen will wirklich anwendet, sollte man unbedingt nochmals alles doppelt, dreifach und vierfach überprüfen!!!

Damit endet vorerst auch mein Ausflug ins Linuxland. Zumindest mit diesem Notebook, Linux kann durchaus rocken und verteufeln will ich es auf gar keinen Fall, dafür macht es zuviel Spaß! Auf meinem Desktop-Rechner läuft es seit einiger Zeit ohne Probleme und ist ein 100% Windowsersatz (für meine Bedürfnisse auf jeden Fall). Aber auf dem Notebook ist mir Vista lieber als gar kein Betriebssystem zu haben. ;)

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2 Kommentare

  1. mdo Identicon Icon mdo



    Der MBR lässt sich ach mit Windows-Bordmitteln wiederherstellen: einfach von der Windows-CD booten und im Setup dann die Recovery Console (deutsch Wiederherstellungskonsole) auswählen. Es startet dann eine abgespeckte Windows-Shell, die als Befehl “FIXMBR” bereit hält.

    Und auch den Speicherplatz der eingerichteten Partition könnte man ohne Änderung der Windows-Partition nutzen. Entweder klassisch als eigenständiges Laufwerk (LW-Buchstabe) oder aber (was seit XP möglich ist) die formatierte Partition unterhalb eines bestimmten Verzeichnisses (NTFS-Ordner) einhängen — ganz Unix-like.

  2. dusty Identicon Icon dusty



    Generell alles richtig, es sei denn man hat keine richtige Windows CD sondern nur eine Recovery-CD die keine Recovery Console beinhaltet. :)

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